| der Zeitplan ist unter dem Menüpunkt „Bands“ online | 20.04.09 |
Glasvegas, The Rakes, Joshua Radin und Silversun Pickups bestätigt.
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Nach langen Monaten ist das selbstbetitelte Debüt-Album von Glasvegas inzwischen auch in Deutschland erhältlich. Das war höchste Zeit, denn das Album wurde nicht nur vom NME zum drittbesten 2008 in Großbritannien gekürt. Bereits im Oktober tourten die Schotten durch die ausverkauften hiesigen Hallen und hinterließen einen ganz starken Eindruck - und das nicht nur bei ihrem Rockpalast-Auftritt, der sehr an den legendären von U2 erinnerte. Nicht umsonst wurden Glasvegas von den Lesern des Musikexpress zur „musikalischen Hoffnung für 2009" gewählt, nicht umsonst sind sie Headliner der NME Awards Tour in England. Eine Karriere im Zeitraffer, die die vier ganz nach oben brachte, oder wie es Sänger James Allan ausdrückt: „So entwickelt sich das Leben. Vor nur einem Jahr ging ich stempeln. Alles geht so schnell voran. Noch bei der letzten Tour lebte ich von der Stütze." Kein Wunder, dass das Stück „Geraldine", das sich anhört, als bete hier einer seine Göttin an, sich in Wahrheit um seine Sozialarbeiterin dreht. Echte Working-Class-Heroes also, diese Glasgower, immer noch, auch wenn sie inzwischen in keinem Pub in UK mehr in Ruhe ihr Pint trinken können.
Das dritte Album der britischen Rakes hört auf den deutschen Namen „Klang“, wurde vollständig in Berlin produziert und erschien am 20. März. Die Hymnen der Londoner Band, „Strasbourg“ oder „The World Was A Mess But His Hair Was Perfect“, dürften den meisten noch in den Ohren hängen. Die vier spindeldürren Herren der Londoner Band The Rakes (ihr Name leitet sich davon ab, seien doch alle vier Musiker, so die Vier selbst, „skinny as rakes“, also „dünn wie Rechen“) gehören mit zum Besten, was die an sehr guten Bands nicht gerade arme britische Szene derzeit zu bieten hat. Ihr drittes Album wollten sie in einer „frischen und für sie aufregenden neuen Umgebung“ aufnehmen. Deshalb haben sie sich Berlin ausgesucht. Dort wurden die Songs in einem zum Studio umgebauten, ehemaligen russischen Radiostudio im Osten der Stadt aufgenommen.
Nicht jeder Musiker kann von sich behaupten, ein neues Genre begründet zu haben. Joshua Radin schon, nennt er das, was er macht, doch „Whisper Rock“. Und ist damit reichlich erfolgreich. Und das alles nur bewaffnet mit einer Gitarre und einer begnadeten Stimme. Folk könnte man das nennen, aber nur fast. Die Vergleiche reichen von Simon and Garfunkel - nicht ganz zu unrecht - bis Nick Drake - ebenfalls mit einiger Berechtigung. Radins Musik hat nichts von Lagerfeuerromantik und fühligem Geklampfe, dazu ist der Amerikaner viel zu gut und viel zu sehr im Hier und Heute verhaftet. Dazu gibt es viel zu viel zu entdecken und zu hören in den Songs des 34-Jährigen. Joshua Radin kann mit einem Flüstern mehr erzählen als andere durch Geschrei. Whisper Rock eben, und begnadet gut.
Die Anhäufung von Sounds auf kleinstem Raum ist das Markenzeichen der Silversun Pickups: Mit breit angelegten Gitarren- und Keyboard-Sounds fahren sie massive Klangwände auf - in denen sich Melodien tummeln, die ihre Entdeckung wert sind. Aber das ProgRock-Revival ging an ihnen vorbei, und so passiert alles, was zu hören ist, im überschaubaren Songformat. In den USA sind Silversun Pickups längst mehr als ein Geheimtipp. Ihr erstes Full-Length-Album "Carnavas" gilt als eines der meistverkauften Indie-Alben aller Zeiten. Und der Song "Lazy Eyes" erreichte auch hierzulande Indie-Hitstatus.
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