
MUMFORD & SONS
Immer wenn etwas neo daherkommt, lohnt es sich nachzufragen, was daran denn wirklich neu sein soll. Bei Marcus Mumford und seinen so genannten Söhnen bestehen da gar keine Zweifel. Selbst wenn einem der Hype um den angeblichen Neo-Folk auf die Nerven geht – als ob Folk jemals weg war und als ob Folk als einheitliches Genre zu begreifen sei, obwohl er sich in so viele unterschiedliche Musikrichtungen aufgespalten hat -, also selbst wenn einem die Hysterie um zweitklassige Singer und Songwriter komisch vorkommt, gibt es einen Nenner, auf den sich alle einigen können: Mumford & Sons. Das fängt beim Frontmann an, einem jungen Mann, dessen knarrige Stimme so alt und weise klingt, das geht über die multiinstrumentalen Auftritte der Briten, die bei Konzerten munter die Instrumente tauschen bis jeder einmal Gitarre, Banjo, Bass Dobro oder was auch immer gespielt hat, und das endet noch lange nicht beim grandiosen Songwriting ihrer Debütplatte „Sigh No More“. Die international überragend erfolgreich war und auch einen der Allergrößten überzeugt hat: Man darf es als echten Adelsschlag ansehen, dass Ray Davies, Mastermind und genialer Songschreiber der Kinks, das Quartett fragte, ob es bei seinem nächsten Projekt mitarbeiten wolle. Mumford & Sons wollten natürlich. Um dann wieder ihre fantastische Liveauftritte abzuliefern. Wobei sie am liebsten in Deutschland spielen – „We love playing in Germany. You Germans are such a respectful audience. When you’re supposed to be quiet, you’re quiet. When you’re supposed to be loud, you’re loud“ – und uns folgerichtig im Herbst wieder besuchen kommen. Worauf wir uns besonders freuen. Präsentiert wird die Tour vom Musikexpress, ByteFM und Piranha