
ALL THE YOUNG
Als All The Young im Oktober erstmals in Berlin spielten, ging absolut alles ab, was nicht nagelfest vernietet war. Das war wirklich der neue Rock’n’Roll, der sich anschickt, von Stoke-on-Trent aus die Musikwelt zu begeistern. Aus den Midlands auf dem Weg zwischen Birmingham und Manchester, Sheffield und Liverpool kommen die vier Jungs und geben ihrer Heimat ein neues Gesicht (nach Lemmy Kilmister, der ebenfalls daher stammt). Ryan Dooley, ein furioser Frontmann, sein Bruder Jack, Bassist, Schlagzeuger Will Heaney und Gitarrist David Cartwright lieben diese Gegend und haben deshalb mit „Welcome Home“ eine wunderbare Hymne geschrieben: „See the view from my window, / This place is under my skin, / I watch the beautiful people, / Then I begin.“ Zweite Single, klares Statement, das natürlich auch der Debütplatte erscheinen wird (deren Name übrigens noch nicht feststeht, die aber im Februar in UK erscheinen soll). Produziert wurde das Album von keinem geringeren als dem kanadischen Tausendsassa Garth Richardson, der unter vielen anderen schon für den Sound von Rise Against, Rage Against the Machine oder der Red Hot Chili Peppers verantwortlich war, um nur mal drei Bands mit R zu nennen. Er brachte noch einmal mehr den Kern dessen zum Vorschein, was dereinst die britische Musik erneuern könnte: Traditionelle Sounds weitergeführt in das zweite Jahrzehnt des neuen Jahrtausends. Die alten Geschichten von einer besseren Welt als der vor der Haustür, aber in ganz neuem Gewand. Melodien. Melodien! Hooklines, die schön sind und gut und einfach und neu. Ein Brüderpaar, das sich noch sehr gut verträgt und deswegen auf der Bühne Musik macht, die sich gewaschen hat, und keine eitlen Selbstdarstellereien. All The Young sind grandios, das haben sie im Oktober bewiesen. Und sie tun es in diesem Frühjahr garantiert noch einmal. Die Tour wird präsentiert von: Mainstage